Schweigend saß der Cherokee Großvater mit seinem Enkel am Lagerfeuer und schaute nachdenklich in die Flammen. Die Bäume um sie herum warfen schaurige Schatten, das Feuer knackte und die Flammen loderten in den Himmel.
Nach einer gewissen Zeit meinte der Großvater: „Flammenlicht und die Dunkelheit, wie die zwei Wölfe, die in unseren Herzen wohnen“.
Fragend schaute ihn der Enkel an.
Daraufhin begann der alte Cherokee seinem Enkel eine sehr alte Stammesgeschichte von einen weißen und einem schwarzen Wolf zu erzählen.
„In jedem von uns lebt ein weißer und ein schwarzer Wolf. Der weiße Wolf verkörpert alles was gut, der Schwarze, alles was schlecht in uns ist. Der weiße Wolf lebt von Gerechtigkeit und Frieden, der Schwarze von Wut, Angst und Hass.
Zwischen beiden Wölfen findet ein ewiger Kampf statt, denn der schwarze Wolf ist böse – er steht für das Negative in uns wie Zorn, Neid, Trauer, Angst, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Schuld, Groll, Minderwertigkeit, Lüge, falscher Stolz und vieles mehr.
Der andere, der weiße Wolf ist gut – er ist Freude, Friede, Liebe, Hoffnung, Freundlichkeit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Wahrheit und all das Lichte in uns.
Dieser Kampf zwischen den beiden findet auch in dir und in jeder anderen Person statt, denn wir haben alle diese beiden Wölfe in uns.“
Der Enkel dachte kurz darüber nach und dann fragte er seinen Großvater: „Und welcher Wolf gewinnt?“
Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du fütterst!“
mich begleitet der alljährliche Heuschnupfen mit juckenden Augen und laufender Nase schon viele Jahre meines Lebens, dieses Jahr ist es anders. Ich bekämpfe nicht mehr meine Symptome mit Medikamenten, sondern höre in mich hinein, was mein Körper mir mit diesen „Zeichen“ sagen möchte.
In meiner Zeit der Stille hatte ich den Impuls, eine Krafttierkarte zu ziehen, um meinen Verstand mit neuen Ideen zu füttern.
Hier das Ergebnis:
Stachelschwein – Unschuld – Befreie dich von Schuld und Scham
Sieh die Welt durch die Augen eines Kindes. Vertraue deinem inneren Vater und deiner inneren Mutter, sie werden immer da sein, wenn du sie brauchst. Der nötige Schutz ist vorhanden, du kannst dich also frei auf all die Weisen zum Ausdruck bringen, die du dir immer gewünscht hast. In der Unschuld liegt ein gewisser Mut. Du brauchst dich nicht mehr hinter kindlichen Schuldgefühlen über vermeintliches Fehlverhalten zu verstecken oder dich für dein wahres Selbst zu schämen. Du bist eine sanfte Seele, die nie absichtlich jemanden etwas zuleide getan hat. Schäm dich in dieser Situation nicht dafür, wie du bist und was du tust. Fühl dich anderen gegenüber nicht verärgert als Opfer oder arrogant. Sei das Kind Gottes, das du bist. Lebe im Garten deines Herzens. Andere mögen sticheln, aber das meiste davon ist harmlos und bedroht dich nicht. Freue dich also, sei dankbar und lass dich hingebungsvoll auf alles ein, was du anfängst. Tanze, lache, singe und sei wieder frei, so wie du es am Tag deiner Geburt warst.
Quellen: Krafttierkarten von Dr. Steven D. FarmerHeu
Stachelschwein-Unschuld
Diese Zeilen schreibe ich unter Tränen, da sie mich sehr bewegen und so gut auf mich und meine momentane Situation passen. Die unbewussten Schuldgefühle für vergangene Entscheidungen und Schritte in meinem Leben sind oft präsent und verursachen schwere Gefühle, die mich verunsichern. Das innere Bild, ich habe andere Menschen mit meinem Verhalten verletzt oder anderen Schaden ausgelöst ist lediglich eine Perspektive, dich ich selbst verändern kann. Die Verantwortung für mein Handeln übernehmen, heißt nicht, sich schlecht zu fühlen und noch wichtiger nicht, sich gegenüber Personen aus dem sozialen Umfeld zu verteidigen oder das eigene Verhalten zu begründen.
Die reine Akzeptanz – wie es ist und wie man sich verhalten hat – ist der Schlüssel zu heilsamen Gedanken und bringt innere Zufriedenheit. Die Verantwortung für die Gefühle und Handlungen anderer Personen lasse ich bei ihnen selbst und mache mich frei von Abhängigkeiten. Jeder Mensch ist fähig und verantwortlich, seine eigene Lebenswelt zu beeinflussen und heilsame Gedanken und Gefühle zu erzeugen, unabhängig von den äußeren Umständen. Wir haben immer die Wahl, wie wir auf Ereignisse im außen reagieren wollen – heilsam oder unheilsam.
Innere Selbstzweifel lassen das Urvertrauen in einen Selbst und den Lebensweg verblassen und es ist von großer Bedeutung, diesen Zweifeln auf den Grund zu gehen, wo genau diese herkommen, um sie dann zu achten und loszulassen. Glaubenssätze wie „du musst dich anstrengen und anpassen, dann wirst du geliebt“ oder „das wird schwer – ich schaffe es bestimmt nicht allein“ nähren diese Zweifel. Diese Glaubensmuster gilt es, zu würdigen, dass sie in einer vergangenen Zeit, etwa in der Kindheit, hilfreich waren. Jetzt im Erwachsenen Alter kann ich sie loslassen und mir vergeben, dass ich sie so lange aufrechterhalten habe, es war wichtig und sinnvoll.
Durch Rückzug und Meditation schaffe ich immer wieder Räume, meine Gedankenbilder und Emotionen zu beobachten und Momente des Leidens zu durchleben, ohne Widerstand. Der Abschied von meinem Zwillingsbruder, der schon früh entschieden hatte, nicht in diesem Leben zu bleiben, fällt noch nicht leicht. Der Abschied von meinem Mann, von dem ich mich vor einem Jahr getrennt habe, fällt noch nicht leicht. Der Abschied von meinem früheren „ich“ fällt noch nicht leicht, aber es ist ein Prozess der Loslösung und der Befreiung. Raus aus den alten Schuhen, wie Robert Betz zu sagen pflegt, denn man wächst aus ihnen heraus.
Durch diesen Weg zu wahrem Selbstbewusstsein wird auch mein Körper sich verändern, da bin ich mir sicher…ich halte euch auf dem Laufenden